Schutzsysteme für Trinkwasser- und Abwasseranlagen

Ob Trinkwasser- oder Abwasseranlagen, ein dauerhafter Schutz ist ein Muss. Verunreinigungen die in Trinkwasseranlagen eindringen oder dort entstehen sind ebenso zu verhindern wie Abwasser, das Kläranlagen oder Rohrleitungen austritt. In jedem Fall entsteht sonst eine Gefahr für die Gesundheit von Menschen. Ein langfristiger Schutz von Trinkwasser- und Abwasseranlegen, auch unter extremsten Bedingungen, ist deshalb unumgänglich.

Die Individualität der Bauwerke für Abwasserentsorgung bzgl. Tragkonstruktion, Bauablauf und Einwirkungen über die Bauteillebensdauer erlauben bei der Instandsetzung keine Standardlösungen. Umwelt-, Emissions- und Geruchsschutz fordern insbesondere vor dem Hintergrund konstruktiv wie verfahrenstechnisch stark unterschiedlicher Abwasseranlagen universell beständige Schutzsysteme. Chemische Belastbarkeit und divergente Temperatursituationen strapazieren ihrerseits die Kontaktflächen.

Die Effizienz von nachhaltig produzierenden Wärmeund Stromanlagen ist nur durch den ungestörten Betrieb über lange Produktionszeiten sichergestellt. Da im Inneren dieser umweltfreundlichen Anlagen biochemische Abbaureaktionen stattfinden, die von Zersetzungsprodukten aus organischen Verbindungen stammen, liegt zwangsläufig eine Schädigung der ungeschützten Betonflächen vor.

Die Oberflächenstruktur von Beton ist durch Lunker und Rauigkeit bekannterweise so beschaffen, dass kleinste Partikel leicht anhaften. Im Laufe der Zeit führt dies zu hygienischen Problemen in Form von Ablagerungen. Diese Reinigungsvorgänge sind besonders arbeitsintensiv und zeitaufwändig. Die Remmers Schlämm-Technologie ermöglicht dünnschichtige Schutz- und Abdichtungssysteme herzustellen.

Angriff durch biogene Schwefelsäure

Biogene Schwefelsäurekorrosion (BSK) in Abwasseranlagen entsteht durch das in Rohrleitungen oder stehenden Abwässern vorhandene Sulfat (SO4). Dieses wird von Bakterien sauerstofffrei zu Schwefel (S) verstoffwechselt, es bildet sich Schwefelwasserstoff (H2S). Das nach faulen Eiern, übel riechende, hoch giftige Gas entweicht in die Kanalatmosphäre und wird an Betonoberflächen von Rohren und Schächten absorbiert und zu Schwefel (S) oxidiert. Überall dort, wo kein Abwasserkontakt vorliegt, wandeln spezielle Thiobakterien Schwefel in betonangreifende Schwefelsäure (H2SO4) um. Es bildet sich ein Biofilm mit hohem chemisch-biologischem Angriffspotenzial und erheblichen Folgen für Beton und Mörtel: Der pH-Wert verschiebt sich in Richtung „stark sauer“ und sinkt auf unter 2. Es kommt zu einer stark expansiven Mineralneubildung unter Entstehung von Gips (CaSO4). Die damit einhergehende Volumenvergrößerung führt zur Gefügezerstörung von Mörtel und Beton.

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Betofix XWW4 - Maximaler Schutz bei BSK

Um den Anforderungen der regelkonformen Instandsetzung von mineralischen Bauteilen gerecht zu werden, sind Produkte gegen rückwärtige Feuchte, höhere Schichtdicken und schnelle Belastbarkeit gefordert. Betofix XWW4 ist mineralisch und diffusionsoffen, es leistet die geforderte Performance und zeigt darüber hinaus bei Zwangsbeanspruchungen vergleichbare Eigenschaften wie der Untergrund.

Produktmerkmale:

  • Dauerhafte Chemikalienbeständigkeit gegen Säuren und Laugen (geprüft nach DIN 19573)
  • Einsetzbar bis zur höchsten Expositionsklasse XWW4 nach DIN 19573
  • Hohe mechanische Widerstandsfähigkeit, insbesondere in Kombination mit chemischen Angriffen
  • Hohe Verbundhaftung zum Untergrund
  • Verarbeitungseigenschaften wie ein PCC-System: Händische und maschinelle Verarbeitung, besonders Überkopf
  • Oberflächengestaltung: Filzen und abreiben möglich
  • Schneller nutzbare Oberfläche im Vergleich zu Reaktionsharzen
  • Problemlose Überarbeitung von unebenen, geschädigten oder nassen Untergründen im Remmers System möglich

Epoxy Universal – Die Superlative für extremen Angrif

Überall, wo extremste chemische Belastungen zu einem Versagen von mineralischen Bauprodukten führen, kommen organisch gebundene Spezialbeschichtungen ins Spiel. Anders als bei mineralischen Bindemitteln sind die Eigenschaften vernetzender Spezialharze infolge chemischer Reaktionssteuerung in viele Richtungen steuerbar. Dies geschieht durch besonders stabile, dreidimensionale Vernetzung von Inhaltsstoffen mit dem Ergebnis extrem hoher Widerstandsfähigkeit gegenüber chemischen Angriffen.

Remmers empfiehlt für all diese besonders exponierten Bereiche, wie Wasserwechselzonen in Fermentern, JGS- und Biogasanlagen und als Schutzbeschichtung von Fahrsilowänden Epoxy Univeral, statisch rissüberbrückend und stark chemisch belastbar zugleich.

Wo mineralische Produkte versagen, überzeugt EP Universal. Geprüft und allgemein bauaufsichtlich zugelassen vom Deutschen Institut für Bautechnik, auch als WHG-System.

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Der sichere Weg zur fachgerechten Sanierung

Aufgrund der Vielzahl der Schadensursachen und Schadensbilder an Beton- und Mauerwerkskonstruktionen wird seit vielen Jahren in differenzierte Instandsetzungsprinzipien unterschieden. Remmers beschäftigt sich als Spezialist für den Schutz und die Instandsetzung von mineralischen Baustoffen seit Jahrzehnten erfolgreich mit der Analyse von Schäden an Bauwerken für die Wasser- und Abwassertechnik.

Mit sachkundiger Fachkompetenz wird dem Schadensbild am Bauvorhaben durch die Entnahme von Materialproben mit Tiefenprofil und deren Auswertung mit modernster Analysetechnik Rechnung getragen. Dem komplexen Zusammenspiel von chemischen und mechanischen Angriffen und der damit verbundenen Tiefenschädigung im Gefüge wird besondere Bedeutung erteilt. Fundiertes Spezialwissen bei der Beurteilung von geschädigten Bauteilen und die ständige Weiterentwicklung und Optimierung von Produkteigenschaften garantieren Produktverträglichkeit und Funktionalität sowie maximale Dauerhaftigkeit und Standsicherheit.

Eine der wesentlichen Anforderungen an Produkte und Systeme für die Verwendung in abwassertechnischen Anlagen ist die Widerstandsfähigkeit gegenüber chemischem Angriff. Die Leistungsfähigkeit und damit die Beständigkeit gegen chemischen Angriff von Mörteln für Entwässerungssysteme ist entsprechend den Vorgaben der DIN 19573 nachzuweisen.

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Professionell und partnerschaftlich

  • Synergien nutzen
  • Remmers Fachplanung
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Expositionsklassen und Grenzwerte

Anforderungen an den Widerstand von Mörteln gegen chemischen Angriff aus Abwässern

Die Bezeichnungen der einzelnen Expositionsklassen setzt sich aus dem Buchstaben X für Exposition, der Kennung für die Art der schädigenden Einwirkung, WW für Waste Water (Abwasser) und einer Ziffer, die die Intensität der Schädigungseinflüsse kennzeichnet, zusammen. (Tabelle der Expositionsklassen als Bild einfügen)Entwässerungssysteme ist entsprechend den Vorgaben der DIN 19573 nachzuweisen.

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