Radon ist ein radioaktives Gas, das sich unbemerkt in Häusern anreichern kann. Es ist nach Tabakrauch die häufigste Ursache für Lungenkrebs. Radon und Folgeprodukte werden über die Atemluft aufgenommen. In der Lunge führt der radioaktive Zerfall zur Bestrahlung der empfindlichen Lungenzellen.

Radonkonzentration und Kontaminationsdauer sind entscheidend.

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Unkalkulierbare Gefahr und Gesundheitsrisiko

Die Radonkonzentration in der Raumluft und auch die Dauer der Kontamination sind, neben der jeweiligen Lebensdauer der an feinste Luftpartikel gebundenen Zerfallsprodukte und der Verweilzeit im Atemtrakt, die entscheidenden Faktoren hinsichtlich des Krebsrisikos.

Bis zum tatsächlichen Ausbruch der Krankheit können Jahrzehnte vergehen. Aktuelle wissenschaftliche Studien belegen, wie das Krebsrisiko mit dem Anstieg der Radonkonzentration in der Raumluft steigt.

Mehr zu den Studien

Radondichte Abdichtung

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Radon in Wohnräumen – Gefahrenquellen erkennen und ausschalten

Radon kann aus unterschiedlichen Quellen in Wohnräume gelangen. Hierzu zählen der Baugrund, Baumaterialien, die Umgebungsluft und Wasser. Entscheidend ist, wie gut ein Gebäude im erdberührten Bereich gegenüber Radon geschützt ist.

Radon sucht sich seinen Weg über Risse, Spalten und kleinste Öffnungen im Fundament und Wandbildner und auch entlang von Kabel- und Rohrdurchführungen. Es diffundiert bei unzureichendem Schutz durch die Baumaterialien hindurch. Bisher gibt es keinen Hinweis auf einen Schwellenwert, unterhalb dessen Radon ungefährlich wäre. Deshalb sollte in allen Wohnungen die Radonkonzentration weitestmöglich reduziert werden.

Radonsanierung im Altbau mit MB 2K

Radonkarte Deutschland ©

Übersicht über die Radonkonzentration in der Bodenluft

Das Bundesamt für Strahlenschutz gibt eine Abschätzung anhand repräsentativer Messdaten. Datenbasis für die Karte sind Messungen an über 2.000 geologisch relevanten Messpunkten in Deutschland. Diese wurden zwischen 1992 und 2003 durchgeführt. Aufgrund geologischer Eigenschaften gibt es Gebiete, in denen mit einer höheren Radon-Konzentration zu rechnen ist. In diesen Gebieten lagen die Messpunkte dichter beieinander als in den übrigen Regionen.

Anhand der 2.346 Messdaten hat das Bundesamt für Strahlenschutz die Radonkonzentration flächendeckend für ganz Deutschland abgeschätzt. Die Karte zeigt die ermittelten Schätzungen in einem Raster von drei mal drei Kilometern.

Die Karte gibt keine Aussage über die Konzentration von Radon an einzelnen Standorten, wie z.B. einem Baugrundstück oder in einem einzelnen Haus. Hier kann nur eine gesonderte Messung der Raumluft Aufschluss geben.

Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz

zum Bundesamt für Strahlenschutz

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Häufig gestellte Fragen - Wissenswertes zum Thema Radon

  • Was ist Radon?
  • Wo kommt Radon vor?
  • Wie sieht der radioaktive Zerfall von Radon aus?
  • Warum ist Radon gesundheitsgefährlich?
  • Wie wird das gesundheitliche Risiko von Radon bewertet?
  • Was sind Radonrisikogebiete? Neues aus dem Strahlenschutzgesetz
  • Lebe ich in einem Radon-Risikogebiet?
  • Was ist der Referenz- oder Richtwert für Radon?
  • Worin unterscheiden sich Referenz-, Richt- und Grenzwert?
  • Warum existiert für Radon ein Referenzwert und kein Grenzwert?
  • Welche Messysteme eignen sich zur Radonmessung?
  • Welche Regelungen gibt es zum Schutz vor Radon
  • Welche Maßnahmen werden zum Schutz vor Radon empfohlen?
  • Welche Produkte sind geprüft & zertifiziert radondicht?
  • Wie funktionieren radondichte Abdichtungen?

[1] Menzler S., Schaffrath-Rosario A, Wichmann HE, Kreienbrock L. Abschätzuing des attributablen Lungenkrebsrisikos in Deutschland durch Radon in Wohnungen. Ecomed-Verlag, Landsberg, 2006

[2] Radon-Handbuch Deutschland, Bundesamt für Strahlenschutz, 2019

[3] Radonschutzmaßnahmen - Planungshilfe für Neu- und Bestandsbauten, Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, 2016

[4] ÖNORM S 5280-2:2012-07-15:, Radon - Teil 2: Technische Vorsorgemaßnahmen bei Gebäuden ÖNORM S 5280-3:2005-06-01:, Radon –

Teil 3: Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden

[5] BVS-Standpunkt 02-2017 Radon in Gebäuden, 2017

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