Deutsches Meeresmuseum, Stralsund
Der historisch gewachsene Klosterkomplex wurde im sensiblen Kontext des UNESCO-Welterbes zu einem zeitgemäßen Museumsbau transformiert. Der Entwurf setzt auf Weiterbauen im Bestand: Historische Strukturen wurden freigelegt und geordnet, tragfähige Bauteile erhalten und neue Eingriffe als eigenständige Schicht ablesbar ergänzt. Die Neuordnung von Wegeführung und Barrierefreiheit sowie der funktionale Ausbau für Ausstellung und Großaquarien erfolgten mit möglichst geringen Eingriffen und ressourcenschonenden Maßnahmen. Für den sorgfältigen Umgang mit der Substanz erhielt das Projekt 2026 den Bernhard Remmers Award in der Kategorie „Baudenkmalpflege“.
Referenzkenndaten
- Baumaßnahme:
-
Abdichtung
Holzschutz
- Objekttyp:
- Historisch geschützte / historisch wertvolle Gebäude
Schulen / Kindergärten / Universitäten / Museen
- Kurzbeschreibung:
- Der historisch gewachsene Klosterkomplex wurde im sensiblen Kontext des UNESCO-Welterbes zu einem zeitgemäßen Museumsbau transformiert.
- Aufgabenstellung:
- Gefordert war das über Jahrhunderte gewachsene, denkmalgeschützte Ensemble des Katharinenklosters funktional zu ordnen und für den zeitgemäßen Museumsbetrieb zu ertüchtigen – mit klarer Wegeführung, barrierefreien Verbindungen und unter Berücksichtigung von Brandschutz, Ressourcenschonung und Bestandserhalt. Zentral war die Integration der komplexen Aquarientechnik in den historischen Baukörper mit möglichst geringen Eingriffen, eindeutig definierten Schnittstellen und hoher Betriebssicherheit. Bauphysikalisch waren feuchtebelastete Zonen dauerhaft zu sichern – insbesondere die Übergänge zwischen Bestandsböden und neuen Betonbecken im Schildkrötengebäude. Daraus ergab sich ein abgestimmtes Abdichtungs- und Oberflächenschutzkonzept: Bauwerksabdichtung, u. a. zur Abdichtung der Betonbecken und Übergänge im Schildkrötengebäude; Fugen-/Anschlussabdichtung im System; Außenabdichtung erdberührter Bauteile bei Bestand und Neubau; sowie eine Holzversiegelung für stark beanspruchte Innenbauteile (z. B. Handläufe, Stufen, Brüstungen).
- Planer:
- Reichel Schlaier Architekten GmbH, Stuttgart mo Architekten Ingenieure, Hamburg
- Verarbeiter:
-
Saket Bauwerkserhaltung GmbH, Schönenwalde
- Bauherr:
- Stiftung Deutsches Meeresmuseum, Stralsund
- Objektadresse:
-
Stralsund
- Datum / Fertigstellung:
- 2025
- Besichtigung möglich?
-
Ja