Reinigung historischer Innenwandoberflächen

Zur Reinigung historischer Fassaden gibt es eine kaum überschaubare Anzahl unterschiedlicher Verfahren. Keines hat sich jedoch im Laufe der letzten Jahrzehnte für die systematische Reinigung größerer Flächen im Innenbereich historischer Gebäude bewährt. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe: Bei einigen dieser Verfahren wird sehr viel Wasser eingesetzt, was in Innenräumen verständlicherweise zu Problemen führt, bei anderen Verfahren kommt es zu einer starken Staubentwicklung, was nicht weniger problematisch ist. Verfahren, die beide genannte Nachteile vermeiden, sind rar oder, wie zum Beispiel die Lasertechnik, so wenig flächenleistungsfähig, dass die Reinigung größerer Innenraumoberflächen mit ihnen aus Kostengründen kaum darstellbar ist.

Arte Mundit hingegen ist ein Peeling zur Reinigung von Innenbereichen, basierend auf einer speziell formulierten Naturlatexdispersion. Es kann großflächig aufgebracht und leicht wieder abgezogen werden, ohne den Einsatz von Wasser und ohne Staubbelastung. Arte Mundit ist ein Meilenstein in der Reinigung historischer Innenwandoberflächen.

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Ihre Vorteile im Überblick

  • Reinigung problemlos während der Nutzung eines Gebäudes
  • Es wird praktisch kein Wasser benötigt
  • Keine Staubentwicklung, kaum Lärmbelastung
  • Reinigt fast sämtliche Oberflächen, auch sensible und wertvolle Untergründe
  • Einfache Anwendung durch Streichen oder Sprühen
  • Geruchlos und ohne chemische Nachwirkungen
  • Keine „Kontamination“ des Untergrundes durch Bestandteile von Arte Mundit
  • Anwenderfreundlich und hoch effizient
  • Vorhandene Salze werden nicht aktiviert
  • Reinigt auch tiefere Poren und Profilbereiche

Zu den Produktdetails

Restaurierung des Capitols in Kuba

Was ist das Besondere an Arte Mundit?

Das einzige bislang kommerziell hergestellte und in größerem Umfang zur Reinigung von Innenbereichen eingesetzte Produkt ist im Wesentlichen eine EDTA-haltige Paste. Sie ermöglicht die Entfernung dünner Gipsschichten sowie die Reduzierung von Kupfer-, Nickel- und Eisenverfärbungen.

Eine neuere Entwicklung zur Reinigung von Innenwandoberflächen sind Peelings, abziehbare Pasten auf Basis einer speziell formulierten Naturlatexdispersion. Während das Wasser verdunstet, vernetzt das Polymer zu einem elastischen Film, der an der zu reinigenden Oberfläche haftet. Dieser Film kann leicht auf mechanische Weise entfernt werden, ohne dass Wasser eingesetzt werden muss.

Der Reinigungseffekt beruht dabei auf zwei unterschiedlichen Prinzipien, die je nach Art der Verschmutzung und Formulierung des Produktes unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Zum einen bleiben Oberflächenverschmutzungen an dem entstehenden Film kleben, zum anderen lösen und komplexieren entsprechende Komponenten ganz bestimmte Verbindungen an der zu reinigenden Oberfläche und werden dann ebenfalls in den Latexfilm eingebunden. Nach dem Abziehen des Produktes bleibt eine gereinigte Oberfläche zurück.

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Verarbeitung

Arte Mundit wird, nachdem die zu behandelnden Flächen zuvor abgesaugt und vergoldete oder lackierte Bereiche sowie dekorative Metallarbeiten geschützt wurden, entweder mit einem Pinsel oder mit besonders konstruierten Sprühgeräten aufgebracht. Während des Trocknungsvorgangs verdunstet das Wasser und das dispergierte Polymer vernetzt zu einem festen, extrem elastischen Film. Das Produkt ist für die Anwendung in Innenräumen konzipiert. Bei Temperaturen zwischen 10 und 30 °C und moderater Luftfeuchtigkeit ist das Peeling nach 2 bis 3 Stunden praktisch trocken. Bei 95 % relativer Luftfeuchtigkeit erhöht sich die Trocknungszeit auf 22 Stunden. In aller Regel kann das aufgebrachte Arte Mundit also am nächsten Tag abgezogen werden. Wenn nötig, können verbleibende, angelöste aber nicht in den Latexfilm eingebundene Schmutzablagerungen mit einem leicht feuchten Schwamm abgewischt werden.

Die verschiedenen Arte Mundit Typen

Das Grundprodukt Arte Mundit Typ I ist eine besonders formulierte, wässrige Dispersion eines Naturkautschuks. Ist es notwendig über anhaftende Staubpartikel hinaus Verschmutzungen chemisch zu entfernen, wird das Grundmaterial mit geringen Anteilen unterschiedlicher Komplexierungsmittel versetzt. Da die Zugabe dieser Komponenten Einfluss auf die Viskosität der Latex-Dispersion hat, muss das Endprodukt jeweils neu eingestellt werden, um die gewünschten Verarbeitungseigenschaften zu erhalten. Es sind daher je nach Gehalt und Art der reinigungsaktiven Inhaltsstoffe unterschiedliche Typen von Arte Mundit erhältlich.

Der Erfolg eines Arte Mundit-Typs (I, II, III, V oder ECO) hängt vom Untergrund sowie von der Art und Intensität der Verschmutzung ab und kann daher nur schwer prognostiziert werden. Es sollten daher immer unterschiedliche Typen auf kleinen Testflächen geprüft werden.

Arte Mundit Typ I

- Speziell formulierte Latexdispersion ohne reinigungsaktive Hilfsstoffe

- Einkomponentig

Arte Mundit Typen II, III und V

- Speziell formulierte Latexdispersion mit ansteigender Konzentration an reinigungsaktiven Hilfsstoffen

- Zweikomponentig

Arte Mundit [ECO]

- Besonders umweltschonende Reinigungspaste auf Basis natürlicher Rohstoffe

- Frei von EDTA, anorganischen Salzen, Tensiden und organischen Lösemitteln

- Kann sowohl im Innen- und Außenbereich verwendet werden

- Enthält keine flüchtigen Neutralisierungsmittel

- Langfristiger Schutz gegen Moos- und Algenbewuchs

- Einkomponentig

Unsere TOP Referenz

Westminster Hall, London

Westminster Hall, London

  • Denkmalgeschützte / historisch wertvolle Gebäude
    Kirchen / Klöster
  • London
  • 2016

Schmutz und Brandspuren aus circa 200 Jahren befanden sich auf den Innenwänden des Westminster Palace. Die mächtigen Naturstein-Wände sollten gereinigt werden, ohne dass die Bausubstanz angegriffen wird. Um sicherzustellen, dass sämtliche Gerüste für wichtige Veranstaltungen innerhalb von sechs Stunden abgebaut werden können, musste die Anwendung in Teilabschnitten erfolgen, ohne dass die unterschiedlichen Sanierungsabschnitte erkennbar werden. Zudem wollte der Künster Jorge Otero-Pailos die Latexhaut unter dem Namen „The Ethics of Dust“ auf einer Länge von 50 Metern ausstellen. Für dieses Vorhaben war eine besondere Zusammenarbeit zwischen dem Verarbeiter und dem Künstler notwendig.

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