Blättlinge (Gloeophyllum Spp.)©
Holzzerstörende Pilze

Zerstörung der Struktur des Holzes durch Mycel

Holz und Holzwerkstoffe können durch holzzerstörende Pilze zerstört werden. Die Pilze bilden auf und im Holz ein Netzwerk aus feinen Pilzfäden (Hyphen), die in ihrer Gesamtheit als Mycel bezeichnet werden. Fäulnis ist die gefährlichste Form von Schadpilzen. Sie zerstört die Struktur des Holzes.

  • Fruchtkörper (Serpula lacrymans)

    Echter Hausschwamm

    (Serpula lacrymans (Wulf.) Fr. Schroet.)


    Anfänglich watteartig, weiß, später schmutzig grau und lappig,

    evtl. mit gelben oder roten Flecken.

    Die Mycelpolster lösen sich leicht vom Untergrund ab.

    Ausbildung von bis zu 6 mm starken Myzelsträngen,

    die im trockenem Zustand unter deutlichem Knakken brechen.

  • Fruchtkörper (Serpula lacrymans)

    Fruchtkörper


    Faltig gelb bis rotbraun mit weißem Zuwachsrand. 1 - 2 cm dick.

    Lässt sich im jungen Zustand leicht von der Oberfläche ablösen.

    Bildet reichlich braune Sporen, die sich oft im Raum verteilt ablagern.

    Alte Fruchtkörper verfärben sich schwarzbraun.

  • Schadbild (Serpula lacrymans)

    Schadbild Schwindrisse


    Schwindrisse im Holz mit oft grobem Würfelbruch und Braunfärbung.

    Rissbildung im Lack, ebenso Verwerfungen und Aufwölbungen

    Vornehmlich wird Nadelholz befallen aber auch Laubhölzer werden angegriffen.

Verarbeitungshinweise

Bestimmung der Pilzart
Bei einem Pilzbefall muss zunächst festgestellt werden, um welche Pilzart es sich handelt, weil hiervon Art und Umfang der Sanierungsmaßnahmen abhängen. Es wird vorausgesetzt, dass durch einen hierfür qualifizierten Sachverständigen eine Untersuchung zur Befallsart, Befallsumfang und damit über die Notwendigkeit einer Bekämpfungsmaßnahme erfolgte. Bei der Möglichkeit des Durchwachsens von Pilzsträngen durch das Mauerwerk in angrenzende Räume müssen auch diese auf Befall untersucht werden. Der Echte Hausschwamm muss zweifelsfrei bestimmt werden. Kann dies makroskopisch nicht erfolgen, sind Laboruntersuchungen durchzuführen. Es sind sorgfältige Ermittlungen hinsichtlich der Ursache der erhöhten Feuchtigkeit von Mauerwerk und Holz erforderlich.
Die Feuchtequelle ist zu beseitigen. Es ist sicherzustellen, dass eine erneute Durchfeuchtung nicht auftritt.
Der Echte Hausschwamm
Der Echte Hausschwamm ist der gefährlichste und am schwierigsten zu bekämpfende Pilz in Gebäuden. Er ist in der Lage bereits Holz mit einer Holzfeuchtigkeit im Fasersättigungsbereich stark anzugreifen und durch den Transport von Wasser trockenes Holz für den weiteren Befall zu befeuchten. Er durchwächst Mauerwerk sowie andere anorgansiche Materialien und befällt daran angrenzende Holzbauteile.
Ursachenbeseitigung
Durch bauliche Maßnahmen ist ein normaler Feuchtigkeitsgehalt des Holzes (unter 18 %), der Luft und es Mauerwerks wieder herzustellen. Es muss dafür gesorgt werden, dass im Holz und in anderen Baustoffen enthaltene Feuchtigkeit baldmöglichst entweichen kann und keine neue Feuchtigkeit aufgenommen wird. Gegebenenfalls müssen Trocknungsaggregate (z.B. Kondensationstrockner) dafür eingesetzt werden.


  • Schadbild (Serpula lacrymans)

    Weißer Porenschwamm

    (Antrodia vaillanttii (DC.: Fr.) Ryv.),


    Weiß, oft mit eisblumenartiger Verzweigung.

    Starke Stränge auch im trockenen Zustand elastisch,

    wachsen oft kreisförmig auseinander, bleiben auch im Alter weiß.

  • Fruchtkörper (Antrodia vaillanttii)

    Fruchtkörper


    Weiß, alte Fruchtkörper gelblich,

    Poren mit bloßem Auge deutlich erkennbar, oft von Myzel umgeben.

  • Schadbild (Antrodia vaillanttii)

    Schadbild


    Braunfäule mit Würfelbruch. In der Regel wird nur Nadelholz befallen.

Verarbeitungshinweise

  • Schadensumfang feststellen.
  • Myzel, Fruchtkörper und stark geschädigte Hölzer entfernen, dabei den in der Norm genannten Sicherheitsabstand einhalten; danach muss das Holz mindestens 30 cm über den sichtbaren Befall hinaus ausgebaut werden. Bei gering geschädigten Hölzern, deren Tragfähigkeit nicht unzulässig beeinträchtigt wurde, ist es ausreichend nur die geschädigten Bereiche bis auf das gesunde Holz zu entfernen.
  • Neu einzubauende Hölzer sind entsprechend der vorliegenden Gebrauchsklasse gemäß DIN 68 800 zu imprägnieren.
  • Die im Bauwerk verbleibenden Teile ggf. mit Adolit Holzbau B* behandeln.
  • Durch geeignete Maßnahmen (z. B. trockenlegen des Mauerwerks, reparieren von defekten Wasserrohren, etc.) eine erneute Durchfeuchtung des Holzes ausschließen
  • Zusätzliche Schutzmaßnahmen besonders gefährdeter Bereiche: Anlegen von Holzschutzdepots durch Einbringen von Adolit Borpatronen. Beachten, dass bei tragenden Teilen die Zugzone nicht angebohrt werden dürfen. Weitere Verarbeitungshinweise, vgl. Technisches Merkblatt.

  • Brauner Kellerschwamm (Coniophora puteana)

    Brauner Kellerschwamm

    (Coniophora puteana (Schum.: Fr.) P. Karst.),


    Zunächst weiß, später graubraun bis schwarzbraun.

    Dünne Stränge wurzelartig ausgebreitet; fest anliegend,

    insgesamt spärlicher als beim Echten Hausschwamm und Weißen Porenschwamm.

  • Befallbild (Anobium punctatum)

    Fruchtkörper


    Dünne, krustenförmige Haut,

    warzenartige Erhebungen mit bis zu 5 mm Durchmesser.

  • Schadbild (Coniophora puteana)

    Schadbild


    Braunfäule mit kleinem bis großem Würfelbruch.

Verarbeitungshinweise

  • Schadensumfang feststellen.
  • Myzel, Fruchtkörper und stark geschädigte Hölzer entfernen, dabei den in der Norm genannten Sicherheitsabstand einhalten; danach muss das Holz mindestens 30 cm über den sichtbaren Befall hinaus ausgebaut werden. Bei gering geschädigten Hölzern, deren Tragfähigkeit nicht unzulässig beeinträchtigt wurde, ist es ausreichend nur die geschädigten Bereiche bis auf das gesunde Holz zu entfernen.
  • Neu einzubauende Hölzer sind entsprechend der vorliegenden Gebrauchsklasse gemäß DIN 68 800 zu imprägnieren.
  • Die im Bauwerk verbleibenden Teile ggf. mit Adolit Holzbau B* behandeln.
  • Durch geeignete Maßnahmen (z. B. trockenlegen des Mauerwerks, reparieren von defekten Wasserrohren, etc.) eine erneute Durchfeuchtung des Holzes ausschließen
  • Zusätzliche Schutzmaßnahmen besonders gefährdeter Bereiche: Anlegen von Holzschutzdepots durch Einbringen von Adolit Borpatronen. Beachten, dass bei tragenden Teilen die Zugzone nicht angebohrt werden dürfen. Weitere Verarbeitungshinweise, vgl. Technisches Merkblatt.

  • Blättlinge (Gloeophyllum Spp.)

    Blättlinge

    (Gloeophyllum Spp.),


    Kein Oberflächenmyzel. Luftmyzel in Spalten möglich,

    zunächst weiß, später gelb bis rotbraun.

  • Fruchtkörper (Gloeophyllum Spp.)

    Fruchtkörper


    Halbkreisförmig oder länglich.

    Oft aus Rissen oder Spalten hervortretend.

    Farbe gelb bis dunkelbraun.

  • Schadbild (Gloeophyllum Spp.)

    Schadbild


    Holz anfänglich gelblich bis braun verfärbt, später braunrot.

    Jahrringweiser Zerfall mit kleinem Würfelbruch,

    süßlich teerartiger Geruch.

Verarbeitungshinweise

  • Schadensumfang feststellen.
  • Myzel, Fruchtkörper und stark geschädigte Hölzer entfernen, dabei den in der Norm genannten Sicherheitsabstand einhalten; danach muss das Holz mindestens 30 cm über den sichtbaren Befall hinaus ausgebaut werden. Bei gering geschädigten Hölzern, deren Tragfähigkeit nicht unzulässig beeinträchtigt wurde, ist es ausreichend nur die geschädigten Bereiche bis auf das gesunde Holz zu entfernen.
  • Neu einzubauende Hölzer sind entsprechend der vorliegenden Gebrauchsklasse gemäß DIN 68 800 zu imprägnieren.
  • Die im Bauwerk verbleibenden Teile ggf. mit Adolit Holzbau B* behandeln.
  • Durch geeignete Maßnahmen (z. B. trockenlegen des Mauerwerks, reparieren von defekten Wasserrohren, etc.) eine erneute Durchfeuchtung des Holzes ausschließen
  • Zusätzliche Schutzmaßnahmen besonders gefährdeter Bereiche: Anlegen von Holzschutzdepots durch Einbringen von Adolit Borpatronen. Beachten, dass bei tragenden Teilen die Zugzone nicht angebohrt werden dürfen. Weitere Verarbeitungshinweise, vgl. Technisches Merkblatt.

  • Ausgebreiteter Hausporling (Donkioporia expansa)

    Ausgebreiteter Hausporling

    (Donkioporia expansa (Desm.) Kotl. & Pouz.),


    Der Ausgebreiteter Hausporling bildet in Rissen

    und Hohlräumen weiß bis ocker farbige

    bis mehrere Zentimeter dicke mit gelb

    bis bernsteinfarbene Tropfen besetzte Mycelmatten aus.

    Altes Mycel grau-braun mit schwarzen Flecken.

  • Fruchtkörper (Donkioporia expansa)

    Fruchtkörper


    Der Pilz kann große Fruchtkörper ausbilden.

    Sie bestehen aus einer mehreren cm dicken,

    ocker bis graubraun gefärbten Röhrenschicht (z. T. mehrlagig).

    Im frischen Zustand ist der Fruchtkörper zähelastisch und

    wird im Alter korkighart.

  • Schadbild (Donkioporia expansa)

    Schadbild


    Das Holz zeigt eine intensive Weißfäule (faserig weißer Zerfall).

    Befallen wird nasses Laub- und Nadelholz.

Verarbeitungshinweise

  • Schadensumfang feststellen.
  • Myzel, Fruchtkörper und stark geschädigte Hölzer entfernen, dabei den in der Norm genannten Sicherheitsabstand einhalten; danach muss das Holz mindestens 30 cm über den sichtbaren Befall hinaus ausgebaut werden. Bei gering geschädigten Hölzern, deren Tragfähigkeit nicht unzulässig beeinträchtigt wurde, ist es ausreichend nur die geschädigten Bereiche bis auf das gesunde Holz zu entfernen.
  • Neu einzubauende Hölzer sind entsprechend der vorliegenden Gebrauchsklasse gemäß DIN 68 800 zu imprägnieren.
  • Die im Bauwerk verbleibenden Teile ggf. mit Adolit Holzbau B* behandeln.
  • Durch geeignete Maßnahmen (z. B. trockenlegen des Mauerwerks, reparieren von defekten Wasserrohren, etc.) eine erneute Durchfeuchtung des Holzes ausschließen
  • Zusätzliche Schutzmaßnahmen besonders gefährdeter Bereiche: Anlegen von Holzschutzdepots durch Einbringen von Adolit Borpatronen. Beachten, dass bei tragenden Teilen die Zugzone nicht angebohrt werden dürfen. Weitere Verarbeitungshinweise, vgl. Technisches Merkblatt.

  • Moderfäulepilze (Chaetomium globosum)

    Moderfäulepilze

    (Chaetomium globosum Kunze),


    Befallen wird stark durchfeuchtetes Holz - Holzfeuchten über 80 %.

    Junges Mycel weißgrau, später dunkelbraun bis schwarz.

  • Fruchtkörper (Chaetomium globosum)

    Fruchtkörper

  • Schadbild (Chaetomium globosum)

    Schadbild


    Weiche Holzoberfläche bräunlich bis schwarz verfärbt. Sehr feiner Würfelbruch.

    In den Zellwänden werden mikroskopisch sichtbare zylindrische Kavernen gebildet.

    Befallen wird sowohl Nadel- als auch Laubholz (Würfelbruch vergrößert)

Verarbeitungshinweise

Moderfäuleerreger treten an besonders stark durchfeuchteten Bauteilen (Kühltürme, Wasserbauten) und an im Freien verbauten Holz mit Erdkontakt auf. Erkennungsmerkmal: Sehr weiche Oberfläche, die sich bisweilen käsig anfühlt. Im fortgeschrittenen Stadium sehr kleiner Würfelbruch und im Querschnitt deutliches Mar kieren von Früh- und
Spätholzbereichen bzw. kurzfaseriger, unnatürlicher Bruch. Wie zuvor im Abschnitt „Naßfäuleerreger“ beschrieben, muss das befallene Holz ausgebaut werden. Neu einzubauendes Holz sollte vorbeugend mit fixierenden Adolit Holzschutzsalzen vor dem Einbau im Kesseldruckverfahren behandelt werden. Nach der Imprägnierung muss eine ausreichende Fixierzeit eingehalten werden.

  • Bläue (Ascomyceten)

    Bläue (Ascomyceten)


    Blauverfärbung durch dunkle Pilzhyphen im Holz -

    vornehmlich in den Holzstrahlen.

    Verursacht erhöhte Feuchtigkeitsaufnahme,

    wo durch auch ungleichmäßige Lasuraufnahmen möglich sind.

    Lackfilme können durch Hinterwanderungen zerstört werden.

  • Fruchtkörper (Ascomyceten)

    Fruchtkörper


    Fruchtform (vergrößert)

  • Schadbild (Ascomyceten)

    Schadbild


    Befallen wird vornehmlich Nadelholz, besonders Kiefer.

Verarbeitungshinweise

Der Befall von Bläue im Holz stellt in erster Linie einen optischen Mangel dar. Bläuepilze verfärben das Holz blau bis schwarz und sind vielfach unter lasierenden Anstrichen störend sichtbar. Die Bläuepilzhypen zerstören die Holzstruktur nicht, sind aber oft Wegbereiter für holzzerstörende Pilze. Vielfach zerstören die Bläuepilzhyphen bei unterlassenen bläuewidriger Grundierung auf getragene Anstriche. Die Behebung erfolgt durch:

a) Abschleifen des Oberflächenfilms

b) Holz wiederholt mit Remmers Bleichmittel gegen Bläue behandeln

c) Oberflächen mit Wasser neutralisieren

d) die abgetrockneten Oberflächen mit Remmers Holzschutz-Grund* vorbeugend behandeln, um einen Neubefall zu verhindern

Holzzerstörende Pilze

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