Holzzerstörende Insekten

Zeitgemäße Sanierung mit der Remmers-Produkt-Palette

Holz ist auch bei Insekten beliebt. Wenn diese sich niederlassen und daran nagen, kann das verheerende Folgen haben. Holzschädlinge können ganze Gebäude destabilisieren. Je früher ein Befall erkannt wird, umso besser. Wir geben Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Holzschädlinge und zeigen Ihnen, wie Sie mit der Remmers-Produkt-Palette eine zeitgemäße Sanierung vornhemen

  • Brauner Splintholzkäfer (Lyctus brunneus)

    Brauner Splintholzkäfer

    (Lyctus brunneus (Stephens))


    - 2,5 bis 8 mm lang

    - Rotbraun gefärbt;

    - Rechteckiges Halsschild

    - Lange, schlanke Flügeldecken

    - 2-gliedrige Fühlerkeule

    - Generationszeit: 1,5 - 4 Jahre.

  • Larve (Lyctus brunneus)

    Larve bis 6 mm


    - Bis 6 mm lang

    - Weißlich

    - Bauchseitig gekrümmt

    - Bei Lupenvergrößerung mit großem Atemloch im Hinterkörper
    (Unterschied zu Larven des Gewöhnlichen Nagekäfers)

  • Befallbild (Lyctus brunneus)

    Befallbild von Laubhölzern


    - Befall von stärke- und eiweißreichen importierten und einheimischen Laubhölzern

    - Larvenfraßgänge nur im Splintholz, mit rundem Querschnitt

    - Zerstörung bis zur Pulverisierung

    - Runde Ausschlupflöcher mit 1 - 2 mm im Durchmesser

    - Bohrmehl fein (talkumartig) ohne distinkte Kotpartikel

  • Hausbockkäfer (Hylotrupes bajulus)

    Hausbockkäfer

    (Hylotrupes bajulus (L.)),


    - 8 bis 30 mm lang Weibchen größer

    - Schwarz bis braun gefärbt

    - Behaartes Halsschild mit tropfenförmigen glänzenden Schwielen

    - Flügeldecken mit 1 - 2 aus hellen Borsten bestehenden Querbinden

    - Generationszeit: 3 - 6 (oder mehr) Jahre

  • Larve (Hylotrupes bajulus)

    Larve bis 35 mm


    - Bis 35 mm lang, elfenbeinfarben

    - Wenig beborstet

    - Segmentierter Körper mit Kriechwülsten

    - Dunklerer Kopf mit schwarzen Oberkiefern (Mandibeln)

  • Befallbild (Hylotrupes bajulus)

    Befallbild von Nadelhölzern


    - Befall von Nadelhölzern

    - Larvenfraßgänge nur im Splintholz mit ovalem Querschnitt

    - Ovale Ausschlupflöcher 3/4 x 5 - 10 mm in dünner Holzoberfläche

    - Bohrmehl mit feinem Genagsel und walzenförmigen Kotpartikeln

  • Gewöhnlicher Nagekäfer (Anobium punctatum)

    Gewöhnlicher Nagekäfer, "Möbelkäfer", "Holzwurm"

    (Anobium punctatum (DeGeer))


    - 2,5 bis 5 mm lang Weibchen größer

    - Gedrungene Körperform

    - Dunkel bis schwarzbraun gefärbt

    - Halsschild mit Wulst überdeckt den Kopf

    - Flügeldecken mit Punktstreifen

    - Generationszeit: 2 - 5 Jahre

  • Larve (Anobium punctatum)

    Larve bis 6 mm


    - Bis 6 mm

    - Weißlich

    - Engerlingsartig

    - Gekrümmt

    - Fein beborstet

  • Befallbild (Anobium punctatum)

    Befallbild von Nadel- und Laubhölzern


    - Befall von Nadel- und Laubhölzern

    - Zunächst Splintholz-, später auch Kernholzfraß

    - Unregelmäßig verlaufende Larvenfraßgänge mit rundem Querschnitt

    - Runde Ausschlupflöcher um 2 mm Durchmesser

    - Bohrmehl mit feinem Genagsel und einseitig zugespitzten Kotpartikeln

    - Neigen zum Massenbefall

  • Gescheckter Nagekäfer (Xestobium rufovillosum)

    Gescheckter Nagekäfer, "Totenuhr"

    (Xestobium rufovillosum (DeGeer))


    - 3 bis 8 mm lang Weibchen größer

    - Gedrungene Körperform

    - Brauner Körper (Halsschild, Flügeldecken) mit gelblichen Borstenfeldern

    - Halsschild überdeckt helmartig den Kopf

    - Käfer klopfen zur Paarungszeit

    - Generationszeit: 2 - 6 (-13) Jahre

  • Larve (Xestobium rufovillosum)

    Larve bis 10 mm


    - Bis 10 mm lang

    - Weißlich

    - Engerlingsartig gekrümmt

    - Fein beborstet und kurzen bräunlichen Dornen

  • Befallbild (Xestobium rufovillosum)

    Befallbild von Laubhölzern


    - Befall von Laubhölzern (insbesondere Eiche)

    - Zunächst Splintholz-, später auch Kernholzfraß

    - Schwammartige Zerstörung

    - Larvenfraßgänge mit rundem Querschnitt

    - Runde Ausschlupflöcher mit 3 - 4 mm Durchmesser

    - Bohrmehl mit feinem Genagsel und linsenförmigen Kotpartikeln

Fachwerkhaus

Maßnahmen gegen unsere natürlichen Holzfeinde

Ausmaß des Befalls ermitteln
Wird lebender Befall durch Trockenholzinsekten wie Hausbock (Hylotrupes bajulus), Nagekäfer (Anobiidae) oder Splintholzkäfer (Lyctidae) festgestellt, so ist zunächst das Ausmaß des Befalls festzustellen.
Dazu sind alle Konstruktionshölzer an den zugänglichen Kanten im Splintholzbereich durch Anritzen, Anbeilen oder Anbohren in angemessener Häufigkeit auf Befallsintensität und -ausmaß zu prüfen. Holzwerkstoffe sind nur auf vorhandene Ausfluglöcher zu untersuchen. Vorhandene Bekleidungen oder Dielungen sind gegebenenfalls aufzunehmen. In schwer zugänglichen Bereichen, z. B. in ausgebauten Dachböden, ist eventuell das Dach zu öffnen. Bei historisch wertvollen Konstruktionsteilen sollte ein anbeilen möglichst unterbleiben, um die Ästhetik der Konstruktion zu bewahren.

Abbeilung bis auf die intakten Bereiche
Alle zu behandelnden Hölzer sind anschließend von Borke und Bast zu befreien. Weiterhin müssen die vermulmten Teile der Konstruktion bis auf die weiter innen liegenden Fraßgänge entfernt und die freigelegten Fraßgänge ausgebürstet werden.

Statik prüfen
Der verbleibende Querschnitt ist nun auf seine Resttragfähigkeit zu überprüfen. Entspricht die Konstruktion nicht mehr den statischen Anforderungen, so sind Verstärkungsmaßnahmen mit vorbeugend geschützten Hölzern vorzunehmen. Erforderlichenfalls ist ein Tragwerksplaner hinzuzuziehen.

Auswahl und Anwendung des Holzschutzmittels
Die so freigelegten Holzoberflächen können nun im Streich- oder Spritz-/ Sprühverfahren behandelt werden. Hierbei ist die erforderliche Einbringmenge bei dem lösemittelbasierten Anti-Insekt in mindestens zwei Arbeitsgängen, bei dem Mittel Adolit Holzwurmfrei auf Salzbasis in drei Arbeitsgängen aufzubringen. Die erforderliche Einbringmenge beträgt für Bekämpfungsmittel 300 - 350 ml/m2. Die Wirksamkeit der bekämpfenden Holzschutzmittel wird durch die eingesetzten Wirkstoffe bestimmt. Es kommen Mittel mit schneller oder langsamer Wirksamkeit zur Anwendung. Bei Mitteln mit langsamer Wirksamkeit ist es nicht auszuschließen, dass ein lebender Restbefall (insbesondere bei Nagekäferbefall) noch nach bis zu 5 Jahren vorhanden sein kann.

Besondere Situationen
An historisch wertvollen Konstruktionsteilen und im schwer zugänglichen Bereich, in denen ein Entfernen der vermulmten Teile bzw. eine allseitige Behandlung mit dem Schutzmittel nicht möglich ist, muss zusätzlich eine Bohrlochtränkung oder eine Niederdruckinjektage vorgenommen werden.
Letztere ist vor allem bei Arbeiten „über Kopf“ vorteilhaft einzusetzen. Einzelheiten zu diesem Sonderverfahren sind den technischen Merkblättern der jeweiligen Produkte zu entnehmen.

Schadbild (Gloeophyllum Spp.) ©

Schnelle Wirksamkeit

Anti-Insekt
Mittel zur Bekämpfung gegen holzzerstörende Insekten mit schneller Wirksamkeit. Als Wirkstoff enthalten die Holzschutzmittel Pyrethroid-Insektizide. Die Wirkungsgeschwindigkeit beträgt etwa 8 bis 16 Wochen. Der Wirkstoff ist kontinuierlich in allen Entwicklungsstadien der Insekten wirksam.

SchadorganismusHausbockParkettkäferAnobiumGescheckter Nagekäfer
Wirksamkeitjajajaja (BLT)
Dauer (Monate)3 - 632 - 43 - 6
vorbeugender Schutzjajajaja

Langsame Wirksamkeit

Adolit Holzwurmfrei
Das Mittel enthält als Wirkstoffe anorganische Bor-Verbindungen (Borsäure, Borax). Sie wirken kontinuierlich in allen Stadien der Insektenentwicklung. Die Wirkungsgeschwindigkeit ist mit 9 bis 18 Monaten sehr langsam. Die Borsalze haben sowohl eine insektizide als auch fungizide Wirksamkeit.

SchadorganismusHausbockParkettkäferAnobiumGescheckter Nagekäfer
Wirksamkeitjajajaja (BLT)
Dauer (Monate)9 - 186 - 99 - 189 - 18
vorbeugender Schutzjajajaja

Holzzerstörende Insekten

3 Produkte gefunden
 

Ansicht:

Artikel Nr. 2213

Bekämpfendes Holzschutzmittel auf Wasserbasis mit langsamer Wirkung

Artikel Nr. 2059

Bekämpfendes flüssiges Holzschutzmittel auf Lösemittelbasis für die Anwendung durch Endverbraucher

Artikel Nr. 2060

Bekämpfendes flüssiges Holzschutzmittel auf Lösemittelbasis für die Anwendung durch Fachbetriebe