• REM_0000495301_Salt_Test-Set_offen_ML.tif

    Artikel Nr. 495301

    Salt Test-Set

    Equipment für Voruntersuchungen zur Mauerwerkssanierung

    Variante
    4953 | Salt Test-Set
    Größe / Menge
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    Produktkenndaten

    Die genannten Werte stellen typische Produkteigenschaften dar und sind nicht als verbindliche Produktspezifikationen zu verstehen.

    Anwendungsbereich

    • Ermittlung von Salzart und -konzentration
    • Grundausstattung zur Probenentnahme

    Eigenschaften

    • Nachweisreagenzien:
      je 1 Stück MQuantTM Sulfat-, Nitrat- und Chlorid-Test, 100 Stück FisherbrandTM farbfixierte pH Indikatorstäbchen, 1 Flasche natürliche (L+) Weinsäure
    • Verarbeitung
      • Durchführung der Messung
        - Ein Analysestäbchen aus dem Röhrchen entnehmen und Röhrchen sofort wieder verschließen. Testfelder nicht mit den Fingern berühren!
        - Analysestäbchen mit allen Testfeldern ca. 1 Sekunde lang in die vorbereitete Analysenlösung tauchen.
        - Nach 1 Minute Wartezeit eingestellte Farbreihe vom Analysenteststäbchen (Testfelder) mit Farbenreihe vom Etikett vergleichen. Zugehörige Salzkonzentrationen in g/l ablesen.
        - Den abgelesenen Wert in g/l in entsprechende Salzkonzentration [Masse%] umrechnen. Dazu die Tabelle unter Anwendungsbeispiele verwenden.

    • Verarbeitungshinweise
      • Zur Probenaufbereitung wird destilliertes Wasser benötigt. Bitte füllen Sie destilliertes Wasser vor Gebrauch des Diagnosekoffers in die 250 ml Spritzflasche ab.

        Unterschiedliche Baustoffe sind separat zu betrachten. Wir empfehlen daher, entnommene Baustoffproben je nach Baustoffart für die nachfolgende Untersuchung gesondert aufzufangen (Putz, Mauermörtel, Stein, u. a.).

        Üblicherweise werden folgende wasserlösliche Salze geprüft: Chloride, Sulfate und Nitrate. Hierfür notwendige Teststreifen liegen dem Inhalt des Koffers bei.

         

         

        Probenvorbereitung

        Getrennte Baustoffproben mit dem Hammer möglichst fein, möglichst frei von Verunreinigungen, zerkleinern und pulverisieren.

        Einwaage der Baustoffprobe

        10 g Baustoffprobe mit Hilfe der Löffelwaage auswiegen.
        Zerkleinertes Probenmaterial in eine Glas-Weithalsflasche vorlegen.

        Kurzbeschreibung der Löffelwaage
        - Betrieb nur auf ebener Unterlage!

        - Keine lösemittelhaltigen Materialien verwenden!

        - Wiegebereich bis 300 g

        - Automatische Abschaltung nach 1 Minute bei Nichtbenutzung


        (Einschalten: Taste ON/Tare, Wägeeinheit: Gramm oder oz einstellbar über Taste ∑/Unit 3 sek. lang drücken, Ausschalten: Taste ON/Tare 3 sek. lang drücken.)

         

        Probenaufbereitung

        - 50 ml destilliertes Wasser über die Kunststoffspritze aufziehen und langsam zur Baustoffprobe in die Glas-Weithalsflache geben.
        - Kräftig schütteln.

        - Mit dem Wägeschiffchen (Metallspatel) nun portionsweise Weinsäure zugeben, so dass ein pH-Wert von 5 eingestellt wird. Dazu nach jeder Einzelzugabe kräftig schütteln und pH-Wert über pH-Teststäbchen kontrollieren.

         

        Genauigkeit / Reproduzierbarkeit
        Die Genauigkeit der Ergebnisse hängt von folgenden Parametern ab:

        - 10 g Einwaage

        - 50 ml dest. Wasser (Volumenmenge)

        - pH-Wert 5 (vollständige Auflösung der Weinsäurekristalle)

         

        Die ermittelten Analyseergebnisse geben wertvolle Anhaltspunkte auf den Zustand bzw. die Belastung der untersuchten Baustoffe. Sie ersetzen aber keine fachgerechte laborchemische Baustoffanalyse und sind nicht normkonform. Weiterführende Untersuchungen, laborchemisch und/oder fachplanerisch können über die Remmers GmbH oder das Bernhard Remmers Institut für Analytik durchgeführt werden.

    • Anwendungsbeispiele
      • Chlorid mg/l
        Masse %
        500
        0,25
        1000
        0,5
        1500
        0,75
        2000
        1,0
        3000
        1,5
        Nitrat mg/l
        Masse %
        10
        0,005
        25
        0,0125
        50
        0,025
        100
        0,05
        250
        0,125
        500
        0,250
        Sulfat mg/l
        Masse %
        200
        0,1
        400
        0,2
        800
        0,4
        1200
        0,6
        1600
        0,8

        Um den Gesamtsalzgehalt der Probe zu ermitteln, Einzelergebnisse Chlorid, Nitrat und Sulfat addieren.

    • Allgemeine Hinweise
      • Allgemein
        Verwitterungsprozesse und auch das Vorhandensein von Feuchtigkeit und Salzen im anliegenden Erdreich führen über zunehmende Festigkeitsverluste von Baustoffen schließlich zur Zerstörung der Gesteinsgefüge, die in ihre Mineralkomponenten bzw. in Gesteinsfragmente zerfallen. Als beschleunigende Einflüsse am Bauwerk kommen zu den natürlichen Faktoren der Verwitterung der Einfluss der Stadtatmosphäre mit Luftverunreinigungen (SO2, NOx), das Auftreten von Materialverbänden (z.B. Stein – Fugenmörtel) sowie durch die Form des Baukörpers bedingte besondere mikroklimatische Einflüsse hinzu.

         

        Salzverwitterung

        Die Anwesenheit von Salzen und salzhaltigen Lösungen im Porengefüge von Baustoffen führt im Laufe der Zeit zu starken Schäden. Schadensmechanismen sind:


        Linearer Wachstumsdruck:
        Bei der Kristallisation aus übersättigten Lösungen wachsen Salze gegen die Poren- wandungen und üben Druck aus.


        Hydratationsdruck:
        Bauschädliche Salze liegen abhängig vom Umgebungsklima (Temperatur, relative Luftfeuchte) in verschiedenen „Hydratstufen“ vor. Das bedeutet, dass sog. „Kristallwasser“ je nach Feuchte- und Temperatur- bedingungen der Umgebung in ihrem Kristallgitter angelagert oder daraus abgegeben wird. Dies ist mit beträchtlichen Volumenänderungen verbunden, die in stark salzbelasteten Zonen des Gesteinsgefüges wiederum Drücke auf die Porenwandungen ausüben.
        Leichtlösliche Salze, wie z. B. Alkali- und Erdalkalisulfate, -chloride und -nitrate gelten daher als besonders gefährlich.


        Hygroskopische Wirkung von Salzen:
        Wichtig im Zusammenhang mit der Schadensausbildung durch Salzbelastung ist auch der sog. „hygroskopische“ Effekt vieler Salze. Er besteht darin, dass diese Salze das Bestreben haben, bereits bei Umgebungsluftfeuchten deutlich unter 100 % rel. Luftfeuchte Wasser aus der Luft aufzunehmen und sich darin aufzulösen.

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